Jahresrückblick der Einsätze

Halbjahresbilanz der Einsätze 2016

Meerbusch, den 03.07.2016

Im ersten Halbjahr 2016 kam es in Meerbusch zu insgesamt 241 Feuerwehreinsätzen. Diese waren zu gut der Hälfte im Bereich der Technischen Hilfe angesiedelt. Knapp ein Fünftel aller Einsätze waren Brandeinsätze. 28% der Alarmierung stellten sich als Fehlalarme heraus. Die Gesamtzahl ist fast deckungsgleich mit dem Wert aus dem Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2015 rückten die Frauen und Männer um Wehrleiter Herbert Derks zu 246 Einsätzen aus.


Zu den größeren Brandeinsätzen zählte am 13.01.16 ein brennender LKW auf der A44. Ein Mitarbeiter des Abschleppunternehmens, der sich im abzuschleppenden LKW direkt an dem brennenden LKW befand, erkannte den Brand. Besonnen reagierten die beiden Fahrer und steuerten sowohl den mittlerweile stark brennenden LKW als auch den LKW im Schlepptau rund 300m aus dem Tunnel auf den Standstreifen. Durch dieses Manöver verhinderten sie eine mögliche Verrauchung im Tunnel und somit Schlimmeres. Mit zwei Schnellangriffsrohren und mehreren Trupps unter Atemschutz war das Feuer nach rund 40 Minuten unter Kontrolle. Auf der Suche nach weiteren Glutnestern musste die Motorhaube und die Fahrertüre mit hydraulischem Rettungsgerät geöffnet werden. Der Innenraum der Fahrerkabine wurde mit Schaum abgelöscht.


Ende Mai rückte die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch zu einem Großbrand auf den Büdericher Laacherweg aus. Dort standen große Teile eines ehemaligen Gewächshauses auf einer Fläche von rund 400m² im Vollbrand. Die Rauchwolke war bereits auf der Anfahrt weithin sichtbar. Den Einsatzkräften gelang es unter Einsatz vom drei C-Strahlrohren und Atemschutz das Übergreifen der Flammen auf zwei benachbarte Gewächshäuser erfolgreich zu verhindern. Zur Brandbekämpfung wurde weiterhin der Wasserwerfen von einem Tanklöschfahrzeug eingesetzt. Um auch die letzten Glutnester in dem undurchsichtigen Brandschutt zu löschen legte die Feuerwehr einen Schaumteppich aus.


Am 21.06.2016 wurde die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch mit dem Stichwort "Brennt Scheune" in die Straße "Am Buschend" in Strümp alarmiert. Vor Ort bestätigte sich die Meldung, auf einem landwirtschaftlichen Anwesen brannten Teile einer Scheune die zum Lagern von Material genutzt werden. Durch die schnelle Vornahme von insgesamt drei Strahlrohren konnte der Brand auf den ursprünglich betroffenen Bereich begrenzt werden. Um letzte Brandnester abzulöschen und um ein Wiederaufflackern des Brandes zu verhindern wurde mit Hilfe einer Drehleiter das Dach abgedeckt und auch hier ein Schaumteppich über der Brandstelle ausgebreitet.


Einen eher ungewöhnlichen Einsatz aus dem Bereich der technischen Hilfe ereignete sich Mitte Juni in der Martinus Grundschule in Meerbusch-Strümp. Glück im Unglück hatte die Schülerin als sie mit ihrem Hals unter der Trennwand zwischen zwei Toilettenkabinen stecken blieb. Da die massive Trennwand nicht zeitnah mit Werkzeug zu demontieren war setzte die Feuerwehr eine elektrische Säge ein und schnitt ein großes Stück der Trennwand zwischen den Kabinen heraus. Geschützt durch Ohrenschützer und betreut durch die Feuerwehr überstand die Grundschülerin die Befreiungsaktion unverletzt und konnte nach wenigen Minuten wieder von ihrer Klassenlehrerin getröstet werden.

 

Insgesamt summierten sich die Einsätze zu umgerechnet 9 Tagen. Spitzenreiter bei den Alarmierungen sind die hauptamtlichen Kräfte der Osterather Feuerwache. Auf Grund der 24 Stunden besetzten Drehleiter und der Abarbeitung von kleineren Einsätzen im Tagesbereich in ganz Meerbusch kommen sie auf 132 Einsätze. Mit 59 Einsätzen folgt der Löschzug Büderich. Ebenso wurden die Löschzüge aus Osterath (54 Einsätze), Lank (51 Einsätze) und Strümp (26 Einsätze) entsprechend oft zu Einsätzen. Aber auch die Löschgruppe aus Langst-Kierst (12 Einsätze), Ossum-Bösinghoven (11 Einsätze) und Nierst (10 Einsätze) leisteten im ersten Halbjahr einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in Meerbusch. Mit 44 Einsätzen war der Montag der einsatzreichste Wochentag (Vorjahr Dienstag mit 53 Einsätzen und im Zeitraum zwischen 18 und 21 Uhr erfolgten die meisten Alarmierungen.

 

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