Jahresrückblick der Einsätze

2008

Einsätze 2008

Kontinuierlicher Anstieg der Einsätze im Jahr 2008 für die Feuerwehr Meerbusch


Zu insgesamt 497 Einsätze wurden die 230 Kräfte der Feuerwehr Meerbusch im Jahr 2008 gerufen. Dies sind im ersten Vergleich 71 Einsätze weniger als im Vorjahr. Jedoch muss hierbei bedacht werden, dass im Jahr 2007 der Orkan „Kyrill" über Meerbusch zog und innerhalb von 24 Stunden rund 150 Einsätze verursachte. So lässt sich im Vergleich zu den Vorjahren feststellen, dass die Einsatzzahl der Feuerwehr Meerbusch kontinuierlich ansteigt. Waren es im Jahr 2005 gerade einmal 332 Einsätze (426 Einsätze im Jahr 2006) ist nun der Anstieg auf insgesamt 495 Einsätze deutlich zu merken. Der einsatzreichste Tag war in diesem Jahr der Sonntag an dem die einzelnen Einheiten 94 Mal ausrückten. Im Gegensatz dazu rückten sie zu 47 Einsätzen mittwochs aus.

Zu 286 Einsätzen wurden die Feuerwehrleute im Tagesbereich zwischen 6.00 und 18.00 Uhr alarmiert, am Abend von 18.00 bis 24.00 Uhr wurde die Feuerwehr 152 Mal gerufen und nachts 57 Mal. Jeder der 495 Einsätze dauerte im Durchschnitt 46 Minuten.

Die meiste Arbeit hatten die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache. Sie mussten 238 Mal ausrücken. Die beiden Löschzüge aus Osterath und Büderich wurden 138 bzw. 124 Mal alarmiert, der Löschzug Lank-Latum hatte 119 Einsätze, der Löschzug Strümp 60, die Löschgruppe Ossum-Bösinghoven 15, die Löschgruppe Nierst 16 und die Löschgruppe Langst-Kierst 18 Einsätze.

 

Brandeinsätze

Die Zahl der Brandeinsätze betrug 80 (2007: 76), was nur einem geringen Anteil von gut 17% aller Einsätze der Feuerwehr Meerbusch entspricht. Immer wieder mussten die Wehrleute bei Küchenbränden eingreifen, wenn vergessenes Essen, Kochtöpfe oder andere Gegenstände auf eingeschalteten Herdplatten Feuer gefangen hatten. Des Weiteren wurde die Feuerwehr einige Male zu brennenden PKW alarmiert. Den folgenschwersten Brandeinsatz hatte die Feuerwehr Meerbusch in Langst-Kierst, als im November ein Mehrfamilienhaus durch ein Feuer unbewohnbar wurde. Bei dem Einsatz am frühen Morgen um 03.17 Uhr wurden mehrere Hausbewohner durch Rauchgase verletzt und mussten in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden. Die größten Flammen verursachte im September der Vollbrand eines Tracktors auf einem Hof in Osterath. Hier wurde zum Glück niemand verletzt.

 

Technische Hilfeleistungen

Die Zahl der Technischen Hilfeleistungen hat sich auch 2008 wieder einmal deutlich erhöht. 288 Alarmierungen stehen 249 Einsätzen (Kyrill Einsätze abgezogen) in 2007 und 231 Einsätzen in 2006 gegenüber. Diese Einsatzkategorie machte 2008 mehr als 58% aller Alarmierungen aus. Neben den 62 Sturmeinsätzen, darunter Dachziegel die von Lufterwirbelungen von einem Haus in Büderich gestoßen wurden, sorgten auch heftige Regenfälle im September für viel Arbeit bei der Feuerwehr. Unter anderem setzten die Einsatzkräfte in einem Büdericher Hochhaus Wasserpumpen ein, um die überfluteten Keller trocken zu pumpen. Bei insgesamt 42 Verkehrsunfällen mussten die verunfallten Patienten aus ihren Fahrzeugen mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte befreit oder auslaufende Betriebsmittel auf den Fahrbahnen entfernt werden. Zu 43 Einsätzen rückten die Kräfte für Ölspuren aus.

 

Fehlalarme

Die Zahl der Fehlalarme ist wieder angestiegen. 125 Mal (2007: 91) konnten die Einsatzkräfte ohne eingreifen zu müssen, wieder zurück in ihre Gerätehäuser fahren. Dies entspricht 25% aller Einsätze. Dabei ging der Alarm 23 Mal von Brandmeldeanlagen aus. Erfreulich ist, dass es im Jahr 2008 zu keiner böswilligen Alarmierung kam.