Jahresrückblick der Einsätze

2007

Einsätze 2007

Rekordjahr für die 230 Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch


Noch in keinem Jahr zuvor wurden die Mitglieder der Meerbuscher Feuerwehr häufiger alarmiert. Neben dem Orkan „Kyrill" im Januar mit mehr als 150 Einsätzen in gut 24 Stunden, gab es noch weitere 400 Einsätze über das Jahr verteilt, so dass die Statistik von 2007 insgesamt 566 Alarmierungen ausweist (2006: 426 Einsätze; 2005: 332 Einsätze). Durch den Orkan war der Donnerstag der einsatzreichste Tag (192), gefolgt von Freitag (92). Am ruhigsten verliefen die Dienstage mit „nur" 45 Alarmierungen im Jahr 2007.

Zu 332 Einsätzen wurden die Feuerwehrleute im Tagesbereich zwischen 6.00 und 18.00 Uhr alarmiert, am Abend von 18.00 bis 24.00 Uhr wurde die Feuerwehr 199 Mal gerufen und nachts 35 Mal. Jeder der 566 Einsätze dauerte im Durchschnitt 44 Minuten.

Die meiste Arbeit hatten die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache. Sie mussten 243 Mal ausrücken. Die beiden Löschzüge aus Osterath und Büderich wurden 136, bzw. 134 Mal alarmiert, der Löschzug Lank-Latum hatte 111 Einsätze, der Löschzug Strümp 70, die Löschgruppe Ossum-Bösinghoven 12, die Löschgruppe Nierst 21 und die Löschgruppe Langst-Kierst 26 Einsätze.

 

Brandeinsätze

Die Zahl der Brandeinsätze betrug 76 (2006: 106), was nur einem geringen Anteil von gut 13% aller Einsätze der Feuerwehr Meerbusch entspricht. Immer wieder mussten die Wehrleute bei Küchenbränden eingreifen, wenn vergessenes Essen, Kochtöpfe oder andere Gegenstände auf eingeschalteten Herdplatten Feuer gefangen hatten. Des Weiteren wurde die Feuerwehr einige Male zu brennenden PKW, LKW und Motorrollern alarmiert. Den folgenschwersten Brandeinsatz hatte die Feuerwehr Meerbusch in Büderich, als im Mai ein Einfamilienhaus durch ein Feuer unbewohnbar wurde. Bei dem Einsatz verstarb tragischerweise der Hund der Hausbesitzer, da er sich vor dem Flammen nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen konnte. Die größte Rauchwolke verursachte im April der Vollbrand eines Baggers auf einem Sportplatz in Büderich. Zum Glück kam auch hier niemand zu Schaden.

 

Technische Hilfeleistungen

Die Zahl der Technischen Hilfeleistungen hat sich auch 2007 wieder einmal deutlich erhöht. 399 Alarmierungen stehen 231 Einsätzen in 2006 und 160 Einsätzen in 2005 gegenüber. Diese Einsatzkategorie machte 2007 mehr als 70% aller Alarmierungen aus. Neben unzähligen umgestürzten Bäumen, sorgte der Orkan „Kyrill" für zahlreiche Einsätze aufgrund loser und umher fliegender Gegenstände wie beispielsweise Dachbleche und -ziegel, Stromkabel, eine mobile Toilette, ein Flachdach und sogar das ca. 50kg schwere Kirchenkreuz samt Hahn der katholischen Kirche in Osterath drohte herunterzufallen. Neben den Sturmeinsätzen, sorgten auch heftige Regenfälle im August für viel Arbeit bei der Feuerwehr. Unter anderem setzten die Einsatzkräfte in einem Büdericher Tierpark Wasserpumpen ein, um die überfluteten Ställe und Gehege trocken zu pumpen. Bei insgesamt 37 Verkehrsunfällen mussten die verunfallten Patienten aus ihren Fahrzeugen mit Hilfe hydraulischer Rettungsgeräte befreit oder auslaufende Betriebsmittel auf den Fahrbahnen entfernt werden. 14 Tiere befanden sich im Jahr 2007 in einer Notlage, die der Hilfe der Feuerwehr bedurften. Darunter ein in einer Baumwurzel eingeklemmter Hund, einige verletzte Vögel und ein eingeklemmtes Pferd.


Fehlalarme:

Die Zahl der Fehlalarme gleicht dem vorausgegangenen Jahr. 91 Mal (2006: 89) konnten die Einsatzkräfte ohne eingreifen zu müssen, wieder zurück in ihre Gerätehäuser fahren. Dies entspricht 16% aller Einsätze. Dabei ging der Alarm 39 Mal von Brandmeldeanlagen aus und einmal wurde die Feuerwehr böswillig alarmiert.