Jahresrückblick der Einsätze

2005

Einsätze 2005

 

Allround-Arbeit für Meerbuscher Feuerwehrleute

Das Jahr 2005 verlief für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch ausgeglichen und verhältnismäßig ruhig ab. Ingesamt wurde zu 332 Einsätzen im Stadtgebiet alarmiert, das bedeutet gut 20 Mal weniger als im Vorjahr. Erfreulich ist hierbei die Tatsache, dass die Zahl der Fehlalarme und hier insbesondere die der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen ist und im Jahr 2005 nur noch bei gut 25% aller Alarmierungen lag.

 

Brandeinsätze

Die Zahl der Brandeinsätze lag bei 87, was rund 26% aller Einsätze ausmacht. In den Bereich der 83 Kleinbrände fallen unter anderem vorsätzlich angezündete Altpapiercontainer und Mülltonnen, aber auch angebranntes Essen oder vergessene Kerzen im Wohnzimmer. Zu den vier Mittelbränden zählten neben dem Brand von ca. 80 Strohballen und einem brennenden Traktor in einer Gemüsehalle in Lank, das Feuer in einer Metzgerei in Büderich und der Brand in einer Tiefgarage in Osterath. Großbrände gab es 2005 für die Feuerwehr Meerbusch nicht zu verzeichnen.

 

Technische Hilfe-Einsätze

Die Zahl der Technischen Hilfeleistungen war auch im vergangenen Jahr wieder einmal sehr hoch. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch müssen sich deshalb sehr vielseitig und in allen Bereichen bestmöglich ausbilden lassen.

Zu insgesamt 160 Einsätzen rückte die Feuerwehr aus, dies entspricht 48% aller Einsätze. 31 Mal galt es, in den meisten Fällen in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst der Johanniter Unfall-Hilfe, eine Person aus einer Notlage zu befreien (Unglücksfälle hinter verschlossenen Türen einer Wohnung). 15 Mal befanden sich Tiere in Notlage, wie beispielsweise eingeklemmte Katzen oder Hunde auf oder unter Bäumen, ein angefahrener Hund oder ein verletzter, flugunfähiger Falke. Bei dem einzigen Einsatz der Feuerwehr Meerbusch zur Unterstützung nach einem Betriebsunfall wurde eine Person von einem Gabelstapler eingeklemmt und musste vom Rettungsdienst notärztlich versorgt werden. Die schwerwiegendsten Einsätze kamen im Jahr 2005 aus der Kategorie der Verkehrsunfälle. Dank der intensiven Ausbildung in Kooperation mit der Johanniter Unfall-Hilfe im Bereich der Rettung von Verunfallten aus Fahrzeugen, konnten viele Patienten innerhalb kürzester Zeit aus ihren PKW befreit und den Krankenhäusern zugeführt werden. Leider ging nicht jeder der 31 Verkehrsunfälle oder Verkehrsstörungen glimpflich aus. Bei dem schweren Frontalzusammenstoß eines LKW und Reisebusses auf der Autobahn A57 verstarben drei Unfallbeteiligte. Die Autobahn musste aufgrund der Rettungs- und Bergungsarbeiten für 16 Stunden gesperrt werden.

Lebensgefährlich verletzt wurde eine 18jährige Autofahrerin an Heiligabend, als sie in Höhe von Haus Meer frontal gegen einen PKW stieß. Sie und ihre Beifahrerin mussten mit hydraulischem Rettungsgerät der Feuerwehr aus ihrem Fahrzeug befreit werden. Ein Motorradfahrer verstarb nach dem Zusammenstoß mit einem PKW auf der Krefelder Straße in Osterath. Insgesamt 8 Einsätze der Kategorie „Gefährliche Stoffe und Güter" verzeichnet die Statistik des Jahres 2005. Hierzu zählten mehrfach Gasgeruch in Wohnhäusern oder geplatzte Hydraulikschläuche. Weiterhin musste die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch zu 26 Öleinsätzen ausrücken. Deutlich mehr Wassereinsätze als in den Vorjahren verzeichnet die Statistik der Meerbuscher Wehrleute. Zahlreiche Wasserrohrbrüche sorgten für mehr oder weniger vollgelaufene Kellerräume.

Dagegen wüteten Sturm und Wind seltener als sonst in Meerbusch, so dass es nur 10 Sturmschäden in Form von umgestürzten Bäumen oder losen Ästen zu verzeichnen gab. Sechs Mal leistete die Feuerwehr Amtshilfe. Dazu zählte unter anderem die Leichenbergung aus einem Wohnmobil auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich und das Ausleuchten einer Einsatzstelle der Polizei und des Rettungsdienstes auf einem Osterather Friedhof. In den weiteren Bereich der Technischen Hilfeleistungen fielen zudem noch zwei überörtliche Hilfeleistungen und vier sonstige Einsätze, die nicht in den üblichen Aufgabenbereich der Feuerwehr fallen. Hier bekommt der Leser Lust auf mehr Infos...

 

Fehlalarme

Zu den 85 Fehlalarmen gehörten lediglich 27 Fehlauslösungen durch Brandmeldeanlagen im Stadtgebiet von Meerbusch. Auch die Zahl der böswilligen Alarmierungen reduzierte sich auf nur noch zwei Fehleinsätze im ganzen Jahr.

 

Überörtliche Hilfeleistung

Der Einsatzleitwagen ELW 2 des Kreises Neuss, der im Gerätehaus Lank-Latum stationiert ist, wurde im Jahr 2005 sechs Mal alarmiert. Er diente unter anderem bei zwei Geiselnahmen in Neuss und bei einem Großbrand auf der Bataverstraße in Krefeld als Kommunikationszentrale zwischen Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.

Weitere Zahlen und Fakten

 

Die Feuerwache wurde mit 177 Einsätzen am häufigsten alarmiert, gefolgt vom Löschzug Osterath mit 106 und dem Löschzug Büderich mit 95 Einsätzen. Der Freitag war der mit Abstand einsatzreichste Tag der Woche (69 Alarmierungen), wohingegen die Feuerwehr sonntags und montags am wenigsten zu tun hatte (39 und 35 Einsätze). Die meisten Einsätze erfolgten im Tagesbereich zwischen 6:00 und 18:00 Uhr (199). Am Abend zwischen 18:00 und 0:00 Uhr wurde die Feuerwehr 100 Mal und nachts zwischen 0:00 und 6:00 Uhr 33 Mal alarmiert.