Jahresrückblick der Einsätze

2004

Einsätze 2004

( in Klammern = Zahlen aus 2003 )

 

Recht ausgeglichen und auch unterhalb des Durchschnitts der letzten 6 Jahre zeigen sich die Einsatzzahlen des vergangenen Jahres.

 

„Nur" 357 Einsätze gegenüber 399 in 2003 bzw. 477 in 2002 wurden im vergangenem Jahr bewältigt, wenngleich auch die persönliche Belastung durch immer anspruchsvollere Ausbildungen wächst. Hinzu kommt, dass es nicht mehr so selbstverständlich ist, den Arbeitsplatz für die Vielzahl der Einsätze zu verlassen. Gerade deshalb gebührt ein besonderer Dank den Arbeitgebern für ihre große Toleranz und den ehrenamtlichen Einsatzkräften, die neben ihrer regelmäßigen Ausbildung zusätzlich einen Großteil ihrer Frei- und Arbeitszeit für die Sicherheit unserer Bürger opfern, ein großes Lob.

 

90 (105) Einsätze zur Brandbekämpfung, deren Palette von 28 Bränden an bzw. in Gebäuden, über 10 Wertstoffcontainer - die immer wieder das Ziel von Pyromanen sind - bis hin zu 9 Bränden an Kraftfahrzeugen reicht.

 

Nennenswert sind hierbei:

- Zimmerbrand Aussiedlerwohnheim in Lank, Am Heidbergdamm am 29.03.,

- Feldscheune in Bösinghoven, Ossum am 11.04.,

- 2 Anhänger mit Strohballen zwischen Wohnhäusern in Osterath, Strümper Str. am 05.08.,

- Gewächs- und Verkaufshaus in Osterath, Görgesheide am 24.11. und der

- Zimmerbrand in Strümp, Veilchenweg am 28.11.

 

167 (177) Einsätze fallen in den Bereich der Technischen Hilfeleistungen, wobei die 46 (53) Gefahrstoffeinsätze, die auch die Beseitigung von ausgelaufenen Betriebsmitteln nach Verkehrsunfällen beinhalten, die Statistik anführt, gefolgt von 36 (19) Sturmschäden und 33 (51) Einsätzen zur Rettung von Personen. Davon musste die Drehleiter der Feuerwache 22 x ausrücken, um für den Rettungsdienst Wohnungstüren zu öffnen bzw. erkrankte Personen mittels Rettungskorb aus Wohnungen im Obergeschoss zu heben. Die Palette der Tierrettung ist recht bunt. Hier galt es Entenküken, Tauben, 1 Eule, 1 Wildgans, 1 Pfau, 1 Katze und 1 Schwan aus ihrer Notlage zu befreien. Die 11 (21) Wasserschäden entstanden überwiegend durch Rohrbrüche und Starkregen.

 

4 x kam das Mehrzweckboot "Franziska" zum Einsatz. Eine Schiffskollision am 12.11. in Höhe der Rheinfähre bei dichtem Nebel, wobei ein Matrose verletzt und gerettet wurde sowie 3 x Person im Rhein –ohne Feststellung-.

28 (35) Einsätze auf den umliegenden Autobahnen, deren Klassifizierung kleinere Verkehrsunfälle bzw. die mit eingeklemmten Personen, Ölspuren, Brände und Amtshilfen beinhalten, runden das Bild ab. Ungern erinnern sich die Einsatzkräfte an das Reinigen der Autobahn, nachdem eine Frau von einer Brücke gesprungen war und dann mehrfach von Fahrzeugen überrollt wurde.

 

Nennenswerte Hilfeleistungen auch außerhalb der BAB waren:

eingeklemmte Person nach Verkehrsunfall am: 09.01. in Strümp, 16.03. in Osterath, Westring, 03.06. in Büderich, Düsseldorfer Str., 09.06. Meerbuscher Str. und 01.10. auf der B222 in Strümp. 17.03. Verkehrsunfall auf der BAB A44 mit umgestürztem Tanklastzug, der 22 to heißes Parafin geladen hatte. Der Einsatz dauerte rund 10 Stunden.

 

Von insgesamt 100 (117) Fehlalarmen schlagen 42 Alarme (42) durch Brandmeldeanlagen in "Besonderen Objekten" wie "Reha-Klinik, Altenheime, diverse Firmen etc. zu Buche (Spitzenreiter waren hier das Stadtarchiv in Büderich, die Fa. Littwins in Strümp und die St.-Mauritius-Klinik in Osterath mit je 5 Fehlalarmen). 54 x (74) war es Fehleinschätzung, d.h. die Feuerwehr wurde nicht tätig und 4 x (4) war "Grober Unfug" der Grund fürs Ausrücken.

 

Einsatzaufkommen der Löschzüge und -gruppen:

Feuerwache 202 / 81 (172 / 73), Löschzug Osterath 98 / 70 (127 / 106), Löschzug Lank 97 / 58 (101 / 45), Löschzug Büderich 103 / 97 (107 / 105), Löschgruppe Strümp 55 / 25 (52 / 27), Löschgruppe Ossum-Bösinghoven 22 / 11 (22 / 18), Löschgruppe Nierst 22 / 4 (21 / 8), Löschgruppe Langst-Kierst 28 / 11 (25 / 12) und Sonstige 0 / 0 (5 / 5) = Gesamt 357.

Die Zahlen geben an: Anzahl der Alarmierung / Zuständigkeit (dto. aus 2003)

Bei einem Alarm im Krankenhaus oder Altenheim in Lank werden z.B. zum Löschzug Lank auch die Drehleiter der Feuerwache und die Löschgruppen Bösinghoven, Nierst und Langst-Kierst als Unterstützung mit alarmiert. Dadurch kommt es zu einer positiven Verschiebung der Zahlen bei den einzelnen Einheiten.

Ein weiteres Zahlenspiel: Dienstag war der Tag mit den wenigsten Einsätzen (39), Sonntag der mit den Meisten (68). Tagsüber rückte die Feuerwehr 219 mal und Nachts 138 mal aus.