Jahresrückblick der Einsätze

Halbjahresbilanz der Einsätze 2013

Meerbusch, 06. Juli 2013

Die Bilanz der Feuerwehreinsätze in Meerbusch fällt in der ersten Jahreshälfte 2013 recht moderat aus. Zu 159 Einsätzen wurden die Frauen und Männer alarmiert. Auch wenn sich für Einsätze schlecht eine Prognose abgeben lässt, so läge die Gesamtzahl doch merklich hinter den Werten aus den Vorjahren zurück. Andererseits sind die Freiwilligen Wehrleute in Meerbusch sicherlich die Letzten, die sich über mangelnde Arbeit beschweren.

 

Der Schwerpunkt bei der Verteilung der Einsätze liegt mit 48% wieder bei den Technischen Hilfe-Einsätze. In 25 % aller Fälle rückte die Wehr zu einem Brand aus und wurde in 27 % der Alarmierung nicht tätig, da sich die Situation vor Ort anders darstellte als noch zum Zeitpunkt des Notrufs.

 

 

Zu den größeren Bränden zählten zwei Einsätze im Mai. In Ilverich entstand am 05. Mai erheblicher Sachschaden, als es in den Abendstunden zu einem Brand im Dachboden eines Einfamilienhauses kam. Ein Bewohner und ein herbeigeeilter Nachbar versuchten den Brand noch vor Eintreffen der Feuerwehr selber mit Feuerlöschern unter Kontrolle zu bekommen. Allerdings atmete einer der beiden Männer dabei so viel gefährliches Rauchgas ein, so dass er anschließend vom Rettungsdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe vor Ort betreut werden musste. Ein Großaufgebaut der Feuerwehr musste zur Brandbekämpfung Teile der Dachverkleidung von Innen abtragen. Durch das offene Treppenhaus flossen einige Liter des Löschwassers bis ins Erdgeschoss. Vier Tag später brannte es auf der Dorfstr. In Büderich. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang schwarzer Rauch aus der Vorder- und Rückseite des zweigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses. In der Brandwohnung wurden anschließend mehrere Brandstellen mit einem C-Rohr abgelöscht. der Apotheke im Erdgeschoss entstand durch das Löschwasser ein leichter Wasserschaden, der durch die Besitzer aber eigenständig behoben werden konnte.

 

Im Bereich der Technischen Hilfeeinsätze gab es auch im ersten Halbjahr wieder einige ungewöhnliche bzw. größere Einsätze. Im März lief auf einer Tankstelle in Strümp während des Tankvorgangs Kraftstoff aus dem Treibstofftank eines Audis aus. Um eine Durchzündung der ausdampfenden Treibstoffgase zu vermeiden deckte die Feuerwehr den Bereich um die Unglückstelle sofort mit einem Schaumteppich ein. Da die Sicherheitseinrichtungen der Tankstelle funktionierten verblieb der ausgelaufene Treibstoff auf dem Tankstellengelände und gelang nicht ins Erdreich.

Am 12. April kam es zu eine, schweren Verkehrsunfall auf der A57 zwischen einem LKW und einem PKW. Ein LKW Fahrer hatte aus bisher ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und kollidierte daraufhin mit einem PKW. Der PKW wurde zischen der Mittelleitplanke und dem LKW eingeklemmt. Der Auflieger des LKWs kippte dabei teilweise auf die Mittelleitplanke. Zu dem eingeklemmten PKW ergab sich die Situation, dass die Ladebordwand des LKW aus Ihrer Befestigung gerissen wurde und auf das Dach eines dahinter fahrenden Fahrzeuges flog. Wie durch ein Wunder wurde bei diesem Einsatz keiner der Beteiligten ernsthaft verletzt.

 

Statistisch gesehen dauerte jeder Einsatz 41 Minuten und erforderte im Durchschnitt 13 Einsatzkräfte. Insgesamt summierten sich die Einsätze zu 108 Stunden. Auf Grund der zentralen Funktion innerhalb der Feuerwehr Meerbusch waren die hauptamtlichen Kräfte aus Osterath an zwei Drittel der Einsätze beteiligt. 38 Mal wurde der Löschzug Osterath alarmiert und führt damit die Tabelle der Freiwilligen Einheiten an. Ebenso wurden die Löschzüge aus Büderich (33 Einsätze), Lank (30 Einsätze) und Strümp (21 Einsätze) entsprechend oft alarmiert. Aber auch die Löschgruppe aus Langst-Kierst (10 Einsätze), Nierst (6 Einsätze) und Ossum-Bösinghoven (5 Einsätze) leisteten im ersten Halbjahr einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in Meerbusch. Mit 39 Einsätzen war der Dienstag der einsatzreichste Wochentag und im Zeitraum zwischen 12 und 15 Uhr erfolgten die meisten Alarmierungen.

 

Alle statistischen Details können Sie hier nachlesen.