Jahresrückblick der Einsätze

Einsatzbilanz 2014

Meerbusch, den 02.01.2015

Nach Ablauf des Jahres 2014 blickt die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch auf ein ereignisreiches Einsatzjahr zurück. Insgesamt 635 Einsätze wurden in 2014 abgearbeitet, was das Jahr zum einsatzreichsten in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch macht. Auch ohne das Unwetter am Pfingstmontag mit insgesamt 215 Einsätzen fällt die Bilanz um ca. 10% höher aus als noch in 2013.

Auch in der Statistik hat das Pfingstunwetter seine Spuren hinterlassen, es überwiegen mit 68,2% die Einsätze zur technischen Hilfeleistung. In 14,5% der Fälle wurde die Feuerwehr zu einem Brand gerufen, bei 17,3% der Einsätze stellte sich die Alarmierung schlussendlich als Fehlalarm heraus, z.B. durch die Auslösung einer Brandmeldeanlage oder dadurch, dass sich die Situation bei Eintreffen der Feuerwehr als weniger gefährlich herausstellte. Im Vergleich zum Vorjahr ist insbesondere die Zahl von 5 Großbränden zu nennen (Vorjahr: 1), die von der Feuerwehr bekämpft wurden.

Insgesamt war die Feuerwehr dabei 418 Stunden im Einsatz, dies entspricht etwa 17 Tagen, die durchschnittliche Einsatzdauer betrug 39 Minuten.

Das Jahr war gerade 8 Minuten alt, als die Feuerwehr das erste Mal gefordert wurde. In Osterath war durch Silvesterfeuerwerk Gestrüpp in Brand geraten. Insgesamt rückte die Feuerwehr Meerbusch in der Neujahrsnacht 4 Mal zu Einsätzen aus. Der erste "große" Einsatz folgte bereits 2 Tage später, in einem holzverarbeitenden Betrieb in Bösinghoven war in den Abendstunden ein Feuer ausgebrochen, welches von 60 Kräften der Einheiten aus Bösinghoven, Lank-Latum, Langst-Kierst, Nierst, Strümp sowie der Feuerwache bekämpft wurde. Zu den größeren Brandeinsätzen in 2014 zählen weiterhin der Brand einer Schreinerei in Osterath am 05.08. sowie einer Scheune in Büderich am 08.08.

Zu einem personalintensiven Einsatz rückte die Feuerwehr in den Abendstunden des Gründonnerstags aus, in einem Waldstück zwischen Osterath und Büderich war ein Holzhaus in Brand geraten. Zur Sicherstellung der Löschwasserversorgung waren insgesamt 65 Kräfte mit 14 Fahrzeugen im Einsatz.

Im Bereich der technischen Hilfeleistung wurde die Feuerwehr 27 Mal bei Verkehrsunfällen tätig und befreite darüber hinaus 46 Personen aus Notlagen, z.B. aus Fahrzeugen oder Aufzügen. Insgesamt 40 Ölspuren zogen sich in 2014 über die Straßen im Meerbuscher Stadtgebiet und wurden von der Feuerwehr entfernt, den "Rekord" hält dabei eine Dieselspur zwischen Büderich und Osterath am 25.10. mit 5 km Länge.

Zu einem Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person wurde die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch am 01.08. um 20:50 Uhr alarmiert. Eine Frau aus Moers war aus bisher ungeklärter Ursache mit ihrem PKW auf der Landstraße L386 von Strümp nach Bösinghoven in einer Linkskurve von der Straße abgekommen und kam mit der Vorderseite des Wagens im angrenzenden Wald und mit ihrer Fahrerseite unmittelbar an einem Baum zum Stehen. Bei dem Aufprall wurde die Frau im Fußraum ihres Kleinwagens eingeklemmt. Aus ungeklärter Ursache war ein PKW am 01.07. in der Tangente zwischen der A57 und A44 Fahrtrichtung Krefeld von der Fahrbahn abgekommen. Das Fahrzeug kam erst in der Tangentenbegrünung zum stehen. Der Fahrer wurde dabei im Fahrzeug eingeklemmt. In enger Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst wurde der Fahrzeugführer, der sich alleine im Auto befand, aus dem Fahrzeug gerettet und anschließend in ein naheliegendes Krankenhaus gebracht.

Dunkle Wolken kündigten bereits frühzeitig am Abend des Pfingstmontags eine Arbeitsreiche Nacht für die Feuerwehr an, durch die Alarmierung aller verfügbaren Kräfte konnten in den folgenden 72 Stunden insgesamt 215 Einsätze abgearbeitet werden, überwiegend galt es, umgestürzte Bäume von Dächern, PKW´s oder Fahrbahnen zu entfernen. Schwerpunkt war der Ortsteil Büderich.

Auch in angrenzenden Städten war die Hilfe der Feuerwehr Meerbusch in 2014 wieder gefragt, so unterstützte der Löschzug Lank-Latum am 06.03. die Feuerwehr Krefeld bei einem Lagerhallenbrand in Gellep-Stratum.

Letztmalig rückte die Feuerwehr am Dienstag, den 30.12.2014 aus. In den Abendstunden war es in einem Wohnhaus in Büderich zu einem Kabelbrand gekommen.