Jahresrückblick der Einsätze

Einsatzbilanz 2013

Meerbusch, den 01.01.2014

Zu Beginn des neuen Jahres blickt die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch ausgeglichen auf 386 Feuerwehreinsätze im Jahr 2013 zurück. Dies sind zwar nur rund 5% weniger Einsätze als im Vorjahreszeitraum aber dennoch der tiefste Wert seit 2005 (332 Einsätze). Dennoch traten einige Einsätze durch ihre Art und die Dauer im letzten Jahr deutlich hervor und werden den beteiligten Einsatzkräften sicherlich nur länger in Erinnerung bleiben.

 

Zuvor ein Blick auf die Statistik die die 386 Einsätze in 55% Technische Hilfe Einsätze (214), 20% Brandeinsätze (77) und 25% Fehlalarme (95) unterteilt. Maßgeblich bei den Technische Hilfe Einsätzen waren 46 Personen in Notlage, 30 Verkehrsunfälle, 42 Ölspuren, 36 Sturmschäden und leider auch 26 Tiere in Notlagen, von denen in den wenigsten Fällen wirklich welche die Hilfe der Feuerwehr benötigten. Bei den Bränden handelte es sich in der Mehrzahl um Kleinbrände, einige ausgedehnte Zimmerbrände und einen Großbrand. Bei den Fehlalarmen war es oftmals so, dass sich die Situation vor Ort anders darstellte als noch zum Zeitpunkt des Notrufs und die Feuerwehr nicht tätig werden musste.

 

Zu den größeren Bränden zählten zwei Einsätze im Mai. In Ilverich entstand am 05. Mai erheblicher Sachschaden als es in den Abendstunden zu einem Brand im Dachboden eines Einfamilienhauses kam. Ein Großaufgebaut der Feuerwehr musste zur Brandbekämpfung Teile der Dachverkleidung von Innen abtragen. Vier Tag später brannte es auf der Dorfstraße in Büderich. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte drang schwarzer Rauch aus der Vorder- und Rückseite des zweigeschossigen Wohn- und Geschäftshauses. In der Brandwohnung wurden anschließend mehrere Brandstellen mit einem C-Rohr abgelöscht. Anfang September brannte in Strümp ein hölzerner Carport und ein darunter geparkter Mercedes Sportwagen fast völlig ab. Die Strümper Wehr bekämpfte die Flammen mit Löschschaum. Am gleichen Tag gelang es den Einsatzkräften aus Lank einen Strohballenbrand in der Entstehungsphase zu löschen. Durch den schnellen Einsatz von drei C-Rohren und einem B-Rohr gelang es der Feuerwehr ein Übergreifen der Flammen auf weitere Ballen und somit einen erheblichen Brand zu verhindern.
Ende September verhinderte ein Junge in Büderich womöglich eine Tragödie, als er durch ein Geräusch kurz vor Mitternacht aus dem Schlaf gerissen wurde und eine Verrauchung in der Wohnung bemerkte. Daraufhin weckte er seine Mutter und sein Geschwisterkind, die sich zu diesem Zeitpunkt in akuter Lebensgefahr befanden. Alle drei Personen wurden vom Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr ging mit drei Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vor.
Die Wohnung war in der Nacht unbewohnbar. Anfang Dezember retteten Polizei und Feuerwehr drei Personen aus einem Mehrfamilienhaus  in Büderich und konnten durch ihr schnelles Eingreifen schlimmere Personen- oder Gebäudeschäden verhindern. Giftiger Brandrauch war nach einem Brand in einem Wohnzimmer entstanden und hatte sich durch die geöffnete Wohnungstüre im Treppenhaus und angrenzenden Wohnungen verteilt.

 

Im April kam es zu einem schweren Verkehrsunfall auf der A57 zwischen einem LKW und einem PKW. Der PKW wurde zischen der Mittelleitplanke und dem LKW eingeklemmt. Der Auflieger des LKWs kippte dabei teilweise auf die Mittelleitplanke. Wie durch ein Wunder wurde bei diesem Einsatz keiner der Beteiligten ernsthaft verletzt.

Mitte Juli verlor ein LKW 120 Liter Dieseltreibstoff auf der A52 über die Fahrspuren und den Standstreifen. Insgesamt verbrauchte die Feuerwehr über 40 Säcke Bindemittel zur Beseitigung der Ölspur. Eine Menge an Bindemittel, die für Meerbuscher Verhältnisse statistisch gesehen nur alle fünf Jahre im Verlaufe eines Einsatzes benötigt wird. Im Oktober folgte dann eine Serie spektakulärer Verkehrsunfälle in Strümp. Ein Minivan schob zwei PKW auf der Osterather Straße in das angrenzende Feld. Ein drittes Fahrzeug wurde ebenfalls von dem Van gerammt und blieb beschädigt auf der Osterather Straße stehen. Bei dem Unfall wurden alle Fahrzeuginsassen vom Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Ende November ereignete sich ein schwerer Unfall auf der A57. Ein Tanklastzug war ungebremst auf einen stehenden Sattelzug aufgefahren. Das Führerhaus des auffahrenden LKWs wurde bei dem Unfall stark deformiert und der Fahrer in selbigen eingeklemmt. Auf Grund der Verkeilung der beiden LKW kam ein Vorziehen des ersten LKWs nicht infrage, weshalb sich die Einsatzkräfte über den Anhänger des ersten LKWs zur Windschutzscheibe des zerstörten Führerhauses vorarbeiten mussten. Im weiteren Verlauf der Rettung wurden u.a. Teile des Fahrerhauses mit hydraulischem Rettungsgerät abgeschnitten und die Lenksäule des LKWs mit Hilfe einer Winde nach vorne weggezogen. Nach knapp zwei Stunden war der Fahrer befreit und konnte lebend aus dem Wrack gerettet werden.

 

Im Juni brachen elf Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch mit zwei Fahrzeugen im Rahmen der Feuerwehr-Bereitschaft des Regierungsbezirks Düsseldorf in das Hochwasserschutzgebiet nach Magdeburg auf. Dort halfen sie Industrieanlagen gegen das steigende Hochwasser zu schützen. Nach drei Tagen und einem erfolgreichen Einsatz konnten sie wieder die Rückfahrt nach Meerbusch antreten.

 

Statistisch gesehen dauerte jeder Einsatz 42 Minuten und erforderte im Durchschnitt 13 Einsatzkräfte. Insgesamt summierten sich die Einsätze auf 270 Stunden. Auf Grund der zentralen Funktion innerhalb der Feuerwehr Meerbusch waren die hauptamtlichen Kräfte aus Osterath an zwei Drittel der Einsätze beteiligt. 100 Mal wurde der Löschzug Osterath alarmiert und führt damit die Tabelle der Freiwilligen Einheiten an. Ebenso wurden die Löschzüge aus Büderich (96 Einsätze), Lank (72 Einsätze) und Strümp (45 Einsätze) entsprechend oft alarmiert. Aber auch die Löschgruppe aus Langst-Kierst (19 Einsätze), Nierst (14 Einsätze) und Ossum-Bösinghoven (10 Einsätze) leisteten im Jahr 2013 einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit in Meerbusch. Mit 74 Einsätzen ist der Dienstag nach wie vor der einsatzreichste Wochentag und im Zeitraum zwischen 12 und 15 Uhr erfolgten die meisten Alarmierungen.