Jahresrückblick der Einsätze

Einsatzbilanz 2012

405 Einsätze im Jahr 2012- Ein vergleichsweise ruhiges Jahr

 

Zufrieden blickt die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch auf eine rückläufige Einsatzbilanz im Jahr 2012 zurück. Zu 405 Einsätzen wurden die Frauen und Männer alarmiert unAAd mussten damit 55 Mal weniger ausrücken als noch im Jahr 2011. Erfreulicherweise ist dies der niedrigste Wert seit 2006. Hauptaufgabengebiet blieb für die Einsatzkräfte nach wie vor die Technischen Hilfe-Einsätze, die mit 51 % aller Einsätze in der Statistik erscheint. In 20 % aller Fälle rückte die Wehr zu einem Brand aus und wurde in 24 % der Alarmierung nicht tätig, da sich die Situation vor Ort anders darstellte als noch zum Zeitpunkt des Notrufs. Glücklicherweise konnten 2012 alle Einsatzkräfte ohne körperliche Verletzungen ihre Einsätze beenden.

 

Zu den größten Brandeinsätzen zählten im vergangenen Jahr ein ausgedehnter Scheunenbrand in Osterath am 14.08.2012, sowie ein Dachstuhlbrand in Büderich am 20.12.2012. Im August in Osterath konnte es durch einen massiven Löscheinsatz von bis zu vier C-Rohren, sowie zwei B-Rohren und einem Wenderohr gelingen, ein Übergreifen der Flammen auf ein benachbartes Gebäude zu verhindern. Die Löscharbeiten, durch die 35 Einsatzkräfte am eigentlichen Brandobjekt wurden durch eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach behindert. Der Dachstuhl brannte komplette herunter und die angrenzende Giebelwand wurde in ihrer Statik beeinträchtigt. Nach rund einer Stunde hatte die Feuerwehr den Brand unter Kontrolle. Glück im Unglück hatten die Bewohner des angrenzenden Gebäudes- sie kamen mit einem Schrecken davon und wurden nicht verletzt.
Ähnlich erging es den Bewohnern in einem Mehrfamilienhaus auf der Matarestraße in Büderich, die Mitte Dezember frühzeitig auf einen Dachstuhlbrand aufmerksam wurden und das Gebäude vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen konnten. Bereits auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte die starke Rauchentwicklung von der Dorfstraße aus erkennen. Die Feuerwehr Meerbusch setzte ein Strahlrohr aus dem Korb der Drehleiter ein und löschte die Flammen von oben. Parallel dazu wurde auf der Rückseite des Hauses ein B-Rohr mit großer Wasserförderleistung und entsprechender Wurfweite in Stellung gebracht. Weiterhin gingen mehrere Trupps unter Atemschutz zur Brandbekämpfung ins Innere des mehrgeschossigen Wohnhauses vor. Trotz des intensiven Löscheinsatzes richtete der Großbrand erhebliche Schäden an dem Gebäude an. Da das Dach teilweise einsturzgefährdet war blieb das Haus vorerst unbewohnbar. Nach rund viereinhalb Stunden war der Einsatz für die 26 Feuerwehrmänner erst mal beendet.

 

Bei den Technischen Hilfeeinsätzen ist allen Einsatzkräften noch ein Verkehrsunfall im September im Gedächtnis, bei dem ein polnischer LKW auf der Raststätte der A57 auf einen parkenden schwertransporter mit Windkraftwerksteilen aufgefahren war. Der Beifahrer des auffahrenden LKW wurde dabei im Führerhaus eingeklemmte und musste mit Spezialwerkzeug von der Feuerwehr befreit werden.

 

Insgesamt 37 Mal wurden Ölspuren auf Meerbuschs Straßen beseitigt.

 

Auffallend ist, dass die Einsätze mit Kleintieren wie Vögel und Katzen in den letzten Jahren erheblich zunehmen. Waren es im Jahr 2011 noch 30 Mal, rückte die Feuerwehr Meerbusch im Jahr 2012 41 mal aus, um die verletzten Tiere zum Tierarzt zu bringen oder von Bäumen zu helfen.

 

Die reduzierte Gesamtzahl an Einsätzen ist nicht zuletzt auf ausgebliebene Unwetter zurück zu führen, die in den vergangenen Jahren durchaus 100 Einsätze in 24 Stunden beschwerten. Im letzten Jahr verzeichnet die Statistik „nur" 22 Sturm- und 18 Wassereinsätze.

 

85 Mal wurde die Feuerwehr gerufen ohne vor Ort tätig zu werden. Vielfach liegen Probleme bei diesen vermeintlichen Einsätzen zu Grunde, für deren Beseitigung die Feuerwehr nicht zuständig ist. In diesen Fällen wird in der Regel auf eine Fachfirma verwiesen.

 

Die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache an der Insterburger Straße wurden zu mehr als der Hälfte aller Einsätze (233 Einsätze) alarmiert. Einerseits verfügen sie mit der Drehleiter über ein Fahrzeug, das regelmäßig im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz kommt. Anderseits entlasten sie tagsüber in allen Stadteilen die ortsansässigen freiwilligen Kräfte indem sie kleinere Einsatzstellen eigenständig erledigen.
Die weitere Verteilung der Einsätze orientiert sich an der Größe der Ortsteile. Der Löschzug Büderich wurde zu 93 Einsätzen alarmiert, der Löschzug Osterath zu 109. Die Kollegen aus Lank waren 66 Mal aktiv, gefolgt vom Strümper Löschzug mit 47 Einsätzen. Die Löschgruppe Langst-Kierst rückte 10 Mal, die Löschgruppen aus Nierst und Ossum-Bösinghoven je 8 bzw. 14 Mal aus. Im Schnitt dauerte jeder Einsatz 63 Minuten. An Donnerstagen wurde die Feuerwehr Meerbusch mit 75 mal, am meisten gebraucht.