Jahresrückblick der Einsätze

Einsatzbilanz 2011

460 Einsätze 2011 - ein vergleichsweise ruhiges Jahr

 

Zufrieden blickt die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch auf die Bilanz der Einsätze im Jahr 2011 zurück. Zu 460 Einsätzen wurden die Frauen und Männer um ihren Wehrleiter Herbert Derks alarmiert und mussten damit 44 Mal weniger ausrücken als noch im Jahr 2010. Erfreulicherweise ist dies der niedrigste Wert seit 2006. Hauptaufgabengebiet sind nach wie vor die Technischen Hilfe-Einsätze die mit 49% aller Einsätze in der Statistik erscheinen. In 24% aller Fälle rückte die Wehr zu einem Brand aus und wurde in 27% der Alarmierung nicht tätig, da sich die Situation vor Ort anders darstellte als noch zum Zeitpunkt des Notrufs. Glücklicherweise konnten 2011 alle Einsatzkräfte ohne körperliche Verletzungen ihre Einsätze beenden.

 

Zu den größten Brandeinsätzen zählten im vergangenen Jahr zwei ausgedehnte Kellerbrände in Lank. Im März waren 65 Einsatzkräfte mehrere Stunden damit beschäftigt, die Flammen im Keller eines Einfamilienhauses auf der Fliederstraße zu löschen. Erschwert wurden die Bemühungen durch die extreme Hitzeentwicklung und pechschwarzen Rauch. Nach Abschluss der Löscharbeiten war das Gebäude vorerst unbewohnbar. Glück im Unglück hatten die Bewohner - sie kamen mit einem Schrecken davon.

Ähnlich erging es den rund 30 Bewohnern in einem Mehrfamilienhaus in der Loh, die Mitte Dezember frühzeitig auf einen Kellerbrand aufmerksam wurden und das Gebäude vor dem Eintreffen der Feuerwehr verlassen konnten. Eine Person wurde mittels einer Fluchthaube durch das Treppenhaus ins Freie geleitet während zwei Personen für den Zeitraum der Löscharbeiten von der Feuerwehr in ihrer Wohnung betreut wurden. Die zweistündigen Löscharbeiten verbrachten sie in einem angeforderten Linienbus oder kamen bei Freuenden und Nachbarn unter. Ebenfalls sorgte der Brand in einem Reihenhaus in Bösinghoven im Juni für ein Großaufgebot an Rettungskräften. Eine junge Bewohnerin wurde vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die Feuerwehr konnte größeren Schaden verhindern.

Vereinzelt wurde die Feuerwehr zu Bränden gerufen, die in Folge von Fehlern an Elektrogeräten entstanden. Anfang Januar brannte auf dem Pullerweg und im Juli auf der Barbara-Gerretz-Straße in Osterath jeweils ein Kühlschrank. Im Oktober löschte die Feuerwehr auf dem Lanker Kirmesplatz zwei brennende Wohnwagen und einen Monat später stand auf der Baustelle des Strümper Sportplatzes ein Bagger im Vollbrand.

Die PKW und Papiercontainerbrände sorgen zwar eine Zeitlang für schlaflose Nächte, auch bei den Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehr, wirkten sich aber nicht nennenswert auf der Einsatzstatistik aus.

 

Bei den Technischen Hilfeeinsätzen ist allen Einsatzkräften noch nachhaltig ein Verkehrsunfall im Juli im Gedächtnis, bei dem ein junger Fahrer mit seinem Sportwagen die Kontrolle auf der A57 verlor und nach mehreren Überschlägen in einem angrenzenden Maisfeld zum Stehen kam.

Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Der Beifahrer wurde von den Rettungskräften schwerverletzt in ein Krankenhaus gebracht. Ebenfalls schwer verletzt wurde eine junge Willicherin, die kurz vor Silvester auf der L154 zwischen Osterath und Kaarst mit ihrem PKW in einen Unfall verwickelt wurde und nicht mehr ohne die Hilfe der Feuerwehr ihre Fahrzeug verlassen konnte. 40 Verkehrsunfälle hatten 2010 einen Feuerwehreinsatz zur Folge.

Insgesamt 46 Mal wurden Ölspuren auf Meerbuschs Straßen beseitigt.

Im Oktober sorgte eine defekte Gasleitung für Aufruhr unter anderem in einem Kindergarten in Büderich. Dieser wurde von der Feuerwehr aus Sicherheitsgründen geräumt, nachdem ein Bagger die Gasleitung bei Bauarbeiten beschädigt hatte. Die betroffenen Kinder und die Erzieherinnen wurden in die Räumlichkeiten der Evangelischen Kirche gebracht. Die Feuerwehr Meerbusch führte nach dem Eintreffen Messungen durch und stellte während der gesamten Einsatzdauer den Brandschutz in Form eines einsatzbereiten Schaumangriffes und eines Wasserangriffes sicher.

Auffallend ist, dass die Einsätze mit Kleintieren wie Vögel und Katzen in den letzten Jahren erheblich zunehmen. 30 Mal rückte die Feuerwehr aus, um die verletzten Tiere zum Tierarzt zu bringen oder von Bäumen zu helfen.

Die reduzierte Gesamtzahl an Einsätzen ist nicht zuletzt auf ausgebliebene Unwetter zurück zu führen, die in den vergangenen Jahren durchaus 100 Einsätze in 24 Stunden beschwerten. Im letzten Jahr verzeichnet die Statistik „nur“ 19 Sturm- und 18 Wassereinsätze.

 

108 Mal wurde die Feuerwehr gerufen ohne vor Ort tätig zu werden. Vielfach liegen Probleme bei diesen vermeintlichen Einsätzen zu Grunde, für deren Beseitigung die Feuerwehr nicht zuständig ist. In diesen Fällen wird in der Regel auf eine Fachfirma verwiesen.

 

Die hauptamtlichen Kräfte der Feuerwache an der Insterburger Straße wurden zu mehr als der Hälfte aller Einsätze alarmiert. Einerseits verfügen sie mit der Drehleiter über ein Fahrzeug, das regelmäßig im gesamten Stadtgebiet zum Einsatz kommt. Anderseits entlasten sie tagsüber in allen Stadteilen die ortsansässigen freiwilligen Kräfte indem sie kleinere Einsatzstellen eigenständig erledigen.

Die weitere Verteilung der Einsätze orientiert sich an der Größe der Ortsteile. Der Löschzug Büderich wurde zu 110 Einsätzen alarmiert, der Löschzug Osterath zu 107. Die Kollegen aus Lank waren 89 Mal aktiv, gefolgt vom Strümper Löschzug mit 56 Einsätzen. Die Löschgruppe Langst-Kierst rückte 35 Mal, die Löschgruppen aus Nierst und Ossum-Bösinghoven je 21 bzw. zehn Mal aus. Im Schnitt dauerte jeder Einsatz 46 Minuten.

An Samstagen wurde die Feuerwehr mit 83 Einsätzen weitaus öfters gerufen als an Mittwochen mit 56 Einsätzen.