2017

Silobrand im Klärwerk Nord

Strümp, den 03.09.2017

 

Am Sonntagmorgen wurden zwei Löschzüge der Feuerwehr Meerbusch zum Klärwerk Düsseldorfer Nord in die Rheinauen alarmiert. Aus bisher ungeklärter Ursache hatte in einem Silo organisches Material, das bei der Klärung des Schmutzwassers übrigbleibt, zu brennen begonnen.

 

Bei der ersten Erkundung stellte die Feuerwehr fest, dass das selbstentzündliche Pulver am Auslauf des Silos, aber auch innerhalb des riesigen Behälters brannte. Die betriebseigene Löschanlage hatte bereits das Silo mit CO2 geflutet. Mittels eines Förderbandes konnten kleine Mengen des Pulvers herausbefördert und dann die Flammen mit einem CO2-Löscher abgelöscht werden. Laufende Temperaturmessungen mit einer Wärmebildkamera bestätigten die Annahme der Feuerwehr, dass der eigentliche Brandherd nicht ohne weiteres aus dem Silo herausbefördert und auch nicht abgelöscht werden kann.

 

In enger Zusammenarbeit mit dem Klärwerksbetreiber entschied die Einsatzleitung, die 28 Tonnen aus dem Silo abzulassen. Über einen Zeitraum von fast drei Stunden wurde das herauslaufende Material in LKW-Mulden aufgefangen und auf dem Werksgelände zwischengelagert. Parallel dazu kühlte die Feuerwehr die Wände des Silos, zeitweise unter Atemschutz.

 

Nach dee kompletten Entleerung konnten die Silowände abgeklopft, festsitzende Brandnester abgeschlagen und ins freie transportiert werden.

 

Die Feuerwehr Meerbusch war mit den Löschzügen aus Strümp und Osterath sowie der Drehleiter aus Osterath und dem Führungsdienst fast vier Stunden im Einsatz.