2017

Unbekannte Rauchentwicklung stellt sich als Wohnhausbrand heraus

Lank-Latum, den 30.08.2017

Am Mittwochabend wurden Einsatzkräfte des Löschzug Lank und die Drehleiter der hauptamtlichen Wache der Feuerwehr Meerbusch um 22:23 Uhr zu einer unbekannten Rauchentwicklung auf die Uerdinger Straße nach Lank gerufen.

Schon auf der Anfahrt zum Gerätehaus bemerkten die Einsatzkräfte starken Rauch in Teilen von Lank sowie starken Brandgeruch. Beim Eintreffen des ersten Löschfahrzeugs auf der Uerdinger Straße konnte der Gruppenführer hinter einem Wohngebäude Feuerschein und teilweise auch Flammen erkennen. Umgehend wurde Alarmstufenerhöhung durchgeführt und ein weiteres Löschfahrzeug aus Nierst sowie der Führungsdienst mit dem Einsatzleitwagen der Feuerwehr Meerbusch alarmiert.

 

Um Zugang zu dem rückwertigen Bereich des Gebäudes zu bekommen musste mittels Rettungssäge eine Öffnung in ein Garagentor geschnitten werden. Im Innenhof kam den Einsatzkräften eine augenscheinlich verletzte Person entgegen, die sofort vom Rettungsdienst behandelt wurde. An dieser Stelle wurde auch sichtbar, dass ein Anbau eines Hauses mit den Ausmaßen von 10m x 10m zu diesem Zeitpunkt im Vollbrand stand.

Da sich keine weiteren Personen mehr in unmittelbarer Gefahr befanden gingen sofort zwei Trupps unter Atemschutz mit je einem Strahlrohr zur Brandbekämpfung vor. Ein weiterer Trupp baute eine sogenannte Riegelstellung auf und verhinderte damit erfolgreich ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude. Im Verlauf des Einsatzes wurden durch die Feuerwehr alle anliegenden Räumlichkeiten auf Brand- oder Rauchschäden durchsucht. Im Kellergeschoss setzte die Feuerwehr eine Tauchpumpe ein mit der das angesammelte Löschwasser wieder nach draußen beförderte wurde.

 

Nachdem das Feuer schnell unter Kontrolle gebracht wurde begannen die umfangreichen Kontroll- und Lüftungsmaßnahmen. Während zwei Trupps in dem Brandraum die abgehangene Decke öffneten und nach weiteren Glutnestern durchsuchten, durchlüfteten andere Einsatzkräfte, teilweise unter zu Hilfenahme von Hochleistungslüftern, die Räumlichkeiten vom Keller bis ins Obergeschoss und der anliegenden Gebäude. Von der Drehleiter aus wurde die Dachhaut kontrolliert.

 

Insgesamt wurden bei dem Einsatz acht Feuerwehrtrupps unter Atemschutz und mehrere Wärmebildkameras zur Kontrolle des Brandraumes eingesetzt. Rund 250m B- bzw. C-Schläuche waren für die Löschwasserförderung nötig. Die verletzte Person wurde zur Kontrolle durch ein Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

 

Im Einsatz waren der Löschzug Lank, die Löschgruppe Nierst, die Drehleiter der hauptamtlichen Wache sowie der Führungsdienst der Feuerwehr Meerbusch mit neun Fahrzeugen und 35 Feuerwehrfrauen und -männern. Der Einsatz dauerte knapp drei Stunden.

 

Teile der Brandwohnung sind bis auf weiteres unbewohnbar. Zur Schadenshöhe und zur Ursache kann die Feuerwehr keine Angaben machen.