2014

Orkan sorgt für rund 120 Unwettereinsätze in Meerbusch

Meerbusch, den 09.+10.06.2014

Um 21:10 Uhr wurde am Montagabend in Folge des kurzen aber stellenweise sehr heftigen Sturms mit Orkanböen Stadtalarm für alle Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch ausgelöst. Innerhalb weniger Minuten waren 120 Frauen und Männer in den Gerätehäuser und mehr als 30 Einsatzfahrzeuge besetzt.
 
In den folgenden sechs Stunden folgten nach ersten Zählungen rund 45 Einsätze. Entwurzelte Bäume, die auf Häuser, Autos oder Straßen gestürzt waren in rund 90% der Fälle die Ursache für den Feuerwehreinsatz. Aber auch lose Äste, Bauzäune und Schilder musste die Feuerwehr von der Straße räumen oder über Leitern entfernt bzw. gesichert werden.
 
Am stärksten betroffen war der Süden von Büderich. Hier kam es zu einer extremen Häufung von Einsätzen (ca. 90 Stück). Auf dem Laarcherweg entfernte der Sturm bspw. die Dachhaut eines Mehrfamilienhauses. Teile des Hauses waren in Folge vorerst nicht bewohnbar. Der Streichelzoo Arche Noah musste auf Grund gespaltener oder umgestürzter Bäume aus Sicherheitsgründen bis auf weiteres gesperrt werden. Teilweise stürzten Jahrzehntealte Laubbäume reihenweise nebeneinander um und richteten Schäden an Häusern und Autos an.
Der Bahnverkehr in Höhe Landsknecht musste eingestellt werden, da auch hier Bäume und Äste die Schienen blockierten. 
Da teilweise in ganzen Ortschaften der Strom ausgefallen war fuhren Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht durch die Straßen, kontrollierten die Fahrbahnen und bildeten direkte Ansprechstellen für Bürger, die eine Notsituation melden wollten, es über das Telefon aber nicht mehr konnten.
 
Personen kamen nach Erkenntnissen der Feuerwehr in Meerbusch glücklicherweise nicht zu Schaden.
Bis Dienstagabend 18:15 Uhr mussten 111 Einsätze abgearbeitet werden. Teilweise war der Löschzug Büderich bis von Montagabend bis Dienstagnachmittag 16:00 Uhr nahezu pausenlose im Einsatz. Auch weiterhin sind Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. 
Wir rechnen damit, dass heute noch die Marke von 120 Einsätzen überschritten wird. Zum Vergleich: Der Orkan Kyrill bescherte den Freiwilligen Feuerwehrfrauen und Männern in Meerbusch rund 220 Einsätze. Ein Rekord, den in Meerbusch niemand brechen möchte.