2014

Brand in Schreinerei gelöscht

Bösinghoven, den 03.01.2014

Am Freitagabend kam es gegen 20:30 Uhr zu einem Brand in einem holzverarbeitenden Betrieb auf der Bösinghovener Straße in Bösinghoven. Bereits in der Notrufmeldung wies der Anrufer auf eine starke Rauchentwicklung hin weshalb unmittelbar zu Beginn des Einsatzes drei Löschgruppen und ein Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch alarmiert wurden.

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war eine Flammenbildung aus dem Ziegeldach der Schreinerei, deren L-förmige Gebäudeform sich etwas zurückgebaut auf einem Hof befindet, erkennbar. Ebenso war dichter, schwarzer Rauch zu erkennen, der teilweise aus den Fenstern ins Freie zog. Personen befanden sich zum Glück nicht in dem betroffenen Bereich.

 

Die Feuerwehr ging von drei Seiten zur Brandbekämpfung vor. Während die Kräfte des Löschzugs Lank sich von der Rückseite über eine Türe Zugang zum Gebäude verschafften, gingen die Löschgruppen aus Bösinghoven, Langst-Kierst und Nierst über den Hof und die Vorderseite zum Innenangriff vor. Parallel dazu wurde aus dem Korb der Drehleiter die Dachfläche kontrolliert und dort ein Wenderohr in Stellung gebracht.

 

Um erst mal in das Gebäude vordringen zu können musste die Feuerwehr mehrere Türen gewaltsam öffnen. Auch Teile des Daches mussten gewaltsam geöffnet und Ziegel entfernt werden. Der dichte Rauch erschwerte die Suche nach der Brandstelle, weshalb in der Anfangsphase des Einsatzes drei Trupps im Innenangriff und ein Trupp über die Drehleiter unter Atemschutz eingesetzt wurden.

 

Der eigentliche Brandherd wurde nach einiger Zeit im vorderen Bereich eines Raumes gefunden, der überwiegend für die Endmontage von Möbelstücken genutzt wird. Nachdem der Brand nach knapp einer Stunde gelöscht werden konnte begann die Suche nach weiteren Brandnestern. Hierfür war es erforderlich, dass die Feuerwehr großflächige Bereiche der Decken und Wandisolierung entfernte und über einen längeren Zeitraum mit der Wärmebildkamera kontrollierte. Der Brandschutt wurde in den Hof getragen und dort abgelöscht. Zeitgleich wurden die angrenzenden Räume mit Hochleistungslüfter überdruckbelüftet und somit der Brandrauch ins Freie geblasen.

 

Die Feuerwehr verlegte an der Einsatzstelle rund einen halben Kilometer Schläuche und setzte vier Strahlrohre sowie sieben Trupps unter Atemschutz ein. Der Löschzug Strümp rückte im Verlauf des Einsatzes mit sauberen Schläuchen und frischen Atemschutzgeräten an. Insgesamt waren 60 Freiwillige Feuerwehrfrauen und Männer aus Ossum-Bösinghoven, Lank-Latum, Langst-Kierst, Nierst und Strümp sowie zwei hauptamtliche Kräfte aus Osterath bis zu sechs Stunden im Einsatz.

 

Eine Brandwache kontrollierte das Gebäude regelmäßig bis 1:30 Uhr auf der Suche nach letzten Glutnestern.

 

Während der Löscharbeiten war die Bösinghovener Straße gesperrt.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlung der Schadenshöhe und Brandursache aufgenommen. Teile des Betriebes waren nach den Löscharbeiten zwar betretbar aber können vorerst nicht für die Produktion genutzt werden.