Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung 2005

Strümp, 08. Januar 2005 - Mitgliederversammlung der Löschruppe Strümp

Aktionsreiches Jahr für Strümper Wehrleute: Aus- und Weiterbildung stand im Vordergrund

Zur zweiten Jahreshauptversammlung im neuen Gerätehaus am Kaustinenweg traf sich die Löschgruppe Strümp, sowie Stadtbrandinspektor Heinz Berrisch und sein Stellvertreter Rüdiger Kohmanns. Die Löschgruppe Strümp kann auf ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr zurückblicken. Die 30 Wehrleute rückten zu insgesamt 50 Einsätzen aus. Die Alarmierungsgründe teilten sich nahezu gleichmäßig in Brandeinsätze, Technische Hilfeleistung und Fehlalarme auf. Die Löschgruppe hatte einige größere Einsätze zu bewältigen, wie beispielsweise im Januar ein Verkehrsunfall mit zwei PKW auf der Schlossstraße mit einem Schwerverletzten und im Sommer der Strohballenbrand auf zwei landwirtschaftlichen Anhängern mitten in Osterath. Kein Personenschaden, aber teilweise erheblicher Sachschaden entstand im November sowohl bei dem Brand in einem Gärtnereibetrieb, als auch bei einem Wohnungsbrand am Veilchenweg. Insgesamt verzeichneten die Einsatzkräfte 9 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen, 9 Fehlalarme, 3 Verkehrsunfälle, 16 Brände, 6 Wasser- und Sturmeinsätze und 7 Einsätze aufgrund von Gefahr durch gefährliche Stoffe und Güter, Tieren und Öl. In 36% aller Einsätze konnte die Löschgruppe Strümp ohne ihr Eingreifen wieder tatenlos nach Hause fahren, davon wurden die Hälfte durch Brandmeldeanlagen ausgelöst.

Eines der Highlights in diesem Jahr war im Juni der Dämmerschoppen zur Einweihung des neuen Gerätehauses, der von der Bevölkerung gut besucht wurde und aufgrund des Rahmenprogramms ganz besonders bei den jüngeren Gästen für strahlende Gesichter sorgte. Von besonderer Bedeutung im Jahr 2004 war die Brandschutzerziehung. Unter der federführenden Leitung von Tim Söhnchen und Norbert Kaufmann fand für knapp 200 Kinder in den Strümper Kindergärten und am Städt. Meerbusch-Gymnasium Unterricht zu den Themen „Verhalten bei Bränden und Unfällen", sowie „Arbeit bei der Feuerwehr" statt. Ergänzend zu diesen präventiven Maßnahmen, wurden am Gymnasium und der Raphael-Schule Alarmproben durchgeführt, um den Ernstfall mit allen Schülern und Lehrern zu üben. Das ganze Jahr über wurden im 2-Wochen-Takt Theorie- und Praxisübungen abgehalten, um die erforderliche Routine im Einsatz zu gewährleisten. Zudem absolvierten im vergangenen Jahr viele Kameraden Feuerwehrlehrgänge der Stadt Meerbusch, des Kreises Neuss und des Institutes der Feuerwehr des Landes NRW in Münster. So bestand Patrick Raukes nach der Übernahme aus der Jugendfeuerwehr mit Erfolg den ersten Teil der Feuerwehrgrundausbildung. Julia Pflugmacher und Christian Beesen durchliefen erfolgreich die Ausbildung zum Truppführer und wurden zum Unterbrandmeister befördert. Ebenfalls befördert wurde Matthias Krauss. Er wurde von Stadtbrandinspektor Heinz Berrisch zum Hauptfeuerwehrmann ernannt. Patrick Raukes, Markus Körber und Daniel Vogel zählen nach bestandener Prüfung zum Kreis der Atemschutzgeräteträger und Philipp Hipp, Markus Körber, Christof Kohl und Frank Mohr wurden zu Sprechfunkern ausgebildet. Außerdem absolvierten René Pribul, Daniel Zander, Christian und Michael Beesen erfolgreich den Grundlehrgang „Gefährliche Stoffe und Güter" in Dormagen. Die Fortbildung zum Drehleitermaschinisten besuchten Kirsten Schulte und Philipp Hipp. Erstmalig wurde in der Stadt Meerbusch ein Kreislehrgang für Maschinisten angeboten, der durch Michael Beesen, Philipp Fassbender, Frank Mohr, René Pribul, Guido Schroers und Daniel Zander wahrgenommen wurde. In Kaarst fanden mit Strümper Beteiligung die Lehrgänge Strahlenschutz (Christian und Michael Beesen, Frank Mohr und D.Z.) und ABC-Erkunder (Philipp Hipp und Tim Söhnchen) statt. Am zeitintensivsten war die Ausbildung im vergangenen Jahr für Philipp Fassbender, der in einem dreiwöchigen Lehrgang am Institut der Feuerwehr erfolgreich zum Gruppenführer ausgebildet wurde.

Da die Löschgruppe auf einen starken Nachwuchs aus der eigenen Jugendfeuerwehr zählen kann - im Jahr 2004 wurden die Kameraden Patrick Raukes und Marcel Lettgen in die aktive Wehr übernommen - ist das Durchschnittsalter mit 31 Jahren entsprechend jung.

Stadtbrandinspektor Heinz Berrisch sprach den Wehrleuten seinen Dank aus und bezeichnete die Löschgruppe Strümp als eine "hervorragende und beispielhafte Truppe". Löschgruppenführer Eckhard Lüdering unterstrich in seinem Jahresrückblick diese Meinung und dankte insbesondere seinem Stellvertreter Tim Söhnchen für seine Leistungen und sprach auch seinen Dank an die Wehrleitung für das entgegengebrachte Vertrauen aus.