Jahreshauptversammlung

Jahreshautpversammlung 2006

Osterath, 13. Januar 2006 - Mitgliederversammlung des Löschzuges Osterath

Zu 106 Einsätzen (98 in 2004) rückte der Löschzug Osterath im vergangenen Jahr aus, darunter einige, die das Personal manchmal an die Grenzen der seelischen Belastung brachte. Dies war dem Rückblick zu entnehmen, den Löschzugführer Heinz-Robert Schramm zu Beginn der Mitgliederversammlung im Saal des Hotels Weindorf gab. Bis auf die Stärkung der Tagesverfügbarkeit durch die Feuerwache, die bevorstehende Personalveränderung im Löschzug und in der Wehrleitung, waren keine außergewöhnlichen Ereignisse zu nennen. Er bedankte sich bei seinen Kameraden, die nur durch ihr Zusammenspiel das System stark macht und es funktionieren lässt.

 

Der Einladung waren mit dem 1. Bürger der Stadt Dieter Spindler auch die Fraktionsvorsitzenden aller Parteien, Vertreter der Polizei, der Presse und der Stadtverwaltung gefolgt. Wehrleiter Heinz Berrisch, der dieser Versammlung zum letzten Mal in seiner aktiven Dienstzeit beiwohnte und ein kleines Geschenk des Löschzuges erhielt, war mit seinen beiden Vertretern anwesend. 45 Aktive, 10 Mitglieder der Jugendfeuerwehr und 10 Kameraden der Ehrenabteilung rundeten das Bild der Beteiligten ab.

v.l.n.r.: Bürgermeister Dieter Spindler, Löschzugführer Heinz-Robert Schramm, Leiter der Feuerwehr Heinz Berrisch

 

Zum Totengedenken erhoben sich die Anwesenden. Hans Steinforth, ein Vorbild aller Feuerwehrangehörigen und über die Grenzen Meerbuschs bekannt, war am 19.August verstorben.

 

Den zahlreichen Tätigkeitsberichten war ein arbeitsträchtiges, aber dennoch normales Jahr vorausgegangen.

2 Lehrgänge der Technischen Hilfeleistung wurden von Ausbildern des Löschzuges durchgeführt, an denen 35 Einsatzkräfte aus dem gesamten Rhein- Kreis-Neuss geschult wurden. 26 Mann nahmen an Aus- und Fortbildungslehrgängen teil.

Wilfried Bahners, langjähriger Maschinistenchef, stellte sein Amt aus persönlichen Gründen zur Verfügung.

"Schützen" ist besser als Retten, Löschen und Bergen" sagte Brandschutzerzieher Thomas Jung und meinte damit die Aufklärung der Kinder im Schul- und Vorschulalter. Er legte einen umfangreichen Tätigkeitsbericht aus 2005 vor.

 

Aus der Jugendfeuerwehr wurden vier, nun Erwachsene, in die aktive Wehr übernommen, ein Jugendlicher trat aus persönlichen Gründen aus. Somit stehen der Wehr jetzt zehn Nachwuchskräfte im Alter zwischen 13 und 20 Jahren zur Verfügung. Ein Besuch des Flughafens Düsseldorf, eine Pfingstfahrt nach Marienhafe/Aurich sowie die Teilnahme an der Siggi-Sauber-Aktion und dem Jugendflamme-Wettkampf sind nur Teile des Jahresprogramms.

 

Nicht ganz unfallfrei verlief das letzte Jahr. Ein Feuerwehrmann wurde während eines Einsatzes von einem Hund gebissen, zwei weitere zogen sich leichte Verletzungen bei Übungen zu. Sicherheitsbeauftragter Franz Nelles, der in diesem Jahr in die Ehrenabteilung wechselt, übergab die Aufgabe an seinen langjährigen Stellvertreter Karl-Heinz Schmitz.

 

Bürgermeister Spindler dankte der Wehr für ihr unermüdliches Engagement. Er fand es beeindruckend, dass trotz dieses umfangreichen Programms nur von einem ausgeglichenen Jahr gesprochen würde. Er bescheinigte den Einsatzkräften einen hohen Verdienst für die Leistungen, die vor allen bei den beiden Verkehrsunfällen auf der Autobahn am 05.12. und der Meerbuscher Str. an Heiligabend erbracht wurden und zum Teil an die Leistungsgrenzen gingen. Er dankte abschließend auch dem scheidenden Pressesprecher für 18 Jahre hervorragender Informationsarbeit.

 

Der Leiter der Feuerwehr, Heinz Berrisch schloss sich den Worten des Bürgermeisters an und übermittelte das Lob des Kreisbrandmeisters Reinhard Seebröker, der auf der Autobahn hautnah die Leistungen seiner Einsatzkräfte miterleben durfte. Auch alle Wehrführer des Rhein-Kreises-Neuss hatten sich diesem Lob angeschlossen. Dies seien die Früchte der langjährigen Ausbildung in der Technischen Hilfeleistung, die im Löschzug Osterath stattfinden.

 

Ein großer Erfolg war auch das Engagement beim "Tag des Helfers", der am 12.06. mit allen Hilfsorganisationen der Stadt und der Polizei in Büderich durchgeführt wurde. Er dankte Franz Nelles, der seit 1984 an der Feuerwache den 24-Stunden- Wochenddienst unterstützt hat und in 2006 aus diesem Team ausscheiden muss.

Ein besonderer Dank galt auch allen Kameraden für die gute Zusammenarbeitlang, die er 18 Jahre als Wehrleiter erleben durfte und wünschte dies auch seinem Nachfolger Herbert Derks. Im Anschluss an die Grußworte nahm er die Beförderungen vor:

Beförderungen / Ehrungen:

  • Harald Feierabend, Feuerwehrmann
  • Marc Schlieper, Oberfeuerwehrmann
  • Wolfgang Nethen, Unterbrandmeister
  • Frank Coppel, Unterbrandmeister

Frank Coppel erhielt das "Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold" Martin Olfs, der jetzt Mitglied der Feuerwehr Neuss ist, aber während seiner Arbeit in Meerbusch die Einsätze mitfährt, erhielt das "Feuerwehr- Leistungsabzeichen der Sonderstufe in Gold auf blauem Grund".

 

Klaus-Jürgen Schmitz und Christian Bommers kündigten für das kommende Jahr wieder ein umfangreiches Programm hinsichtlich Ausbildung und Veranstaltungen an.

 

Mit einem Dank an Bernd Reinert, der sich tatkräftig um die Spendensammlung kümmert, ohne die eine leistungsfähige Feuerwehr auch in kameradschaftlicher Hinsicht nicht bestehen kann, schloss der Kassierer Klaus Telders seinen Bericht, der einen ausgeglichenen Haushalt bekundete. Aus organisatorischen Gründen wird er nach 27 Jahren das Amt des Kassierers ab 2007 niederlegen. Daher wählte die Versammlung Ulrich Klemt zum 2. Kassierer.

Dem Kassierer wurde einstimmig Entlastung erteilt. Zum neuen Kassenprüfer wurde Marcel Ziebert gewählt.

Im Team des Vorstandes konnte sich Matthias Nakaten, der diesem schon seit 1985 angehört, über eine Wiederwahl freuen.

 

 

 

Das Einsatzgeschehen 2005 in Zahlen:

  • 106 Einsätze fuhren der Löschzug im Jahr 2005, davon 33 Brände, 52 Hilfeleistungen und 21 Fehleinsätze.
  • Die Brandeinsätze gliedern sich auf in 32 Klein- und 1 Mittelbrand. 18 x handelte es sich hierbei Müllbehälter bzw. Papiercontainer.
  • Der Brand im Juli an der Kaarster Straße in einer Tiefgarage bedarf der besonderen Erwähnung, da das Einsatzpersonal überdurchschnittlich hohen Belastungen ausgesetzt sind und es zu einer Mischung aus Löscheinsatz und Technischer Hilfe durch Abstützmaßnahmen kam.
  • 14 Wasserschäden, davon 13, die durch einen Platzregen Ende Juli verursacht wurden, bilden mit 14 Ölspuren die Spitzenreiter bei der Technischen Hilfeleistung. 6 x wurden Personen aus einer Notlage befreit und 6 x wurden Verkehrshindernisse nach Unfällen beseitigt.
  • Zu erwähnen sind an dieser Stelle der 10-Stunden-Einsatz auf der BAB 57 am 05.12., bei dem eine Frau gerettet, aber drei Menschen zu Tode kamen und den Verkehrsunfall an Heiligabend, bei dem zwei junge Frauen in ihrem PKW eingeklemmt wurden.
  • 15 Alarme durch Brandmeldeanlagen und 6 Einsätze durch Fehleinschätzung sind die Bilanz der Fehlalarme.