Jahreshauptversammlung

Jahreshauptversammlung 2007

02. März 2007, Lank

Auf ein alles in allem betrachtet eher ruhiges Jahr 2006 kann der Löschzug Lank-Latum erneut zurückblicken. Zwar ist die Anzahl der Einsätze aller Art auf 96 angestiegen (Vorjahr 87), doch in der Hauptsache handelte es sich um den üblichen "Kleinkram", als da waren PKW-Brände, Beseitigung von Ölspuren oder auslaufenden Betriebsmitteln nach Verkehrsunfällen sowie die Bearbeitung der obligaten Fehleinsätze nach auslösen irgendeiner Brandmeldeanlage (BMA) im Stadtgebiet. Dennoch gab es rühmliche Ausnahmen. Ein Großbrand auf dem landwirtschaftlichen Anwesen Lenzen an der Großen Gasse erforderte einschl. der Nachlöscharbeiten über 3 Tage hinweg alle verfügbaren Kräfte des Wachkreises 3 (LZ Lank-Latum, LG Nierst, LG Langst-Kierst und LG Ossum Bösinghoven) sowie der Feuerwache, um der zunächst bedrohlichen Situation Herr zu werden bzw., um ein Übergreifen auf benachbarte Hallen und insbesondere auf das Wohngebäude erfolgreich zu unterbinden.

 

Über mehrere Stunden hinweg beschäftigt war darüber hinaus die Besatzung des ELW 2 bei 2 Großschadenslagen, die sich auf Neusser Stadtgebiet abspielten. Zum einen handelte es sich um einen MANV 3 in der Innenstadt, bei dem eine Vielzahl von Verletzten nach einem Straßenbahnunfall zu beklagen war, zum anderen um einen Gefahrgutunfall auf der Autobahn, bei der mit Hilfe der Werkfeuerwehr Henkel aus Düsseldorf unbekannte Gefahrstoffe geborgen werden konnten, die entweder bereits austraten bzw. auszutreten drohten. In beiden Fällen haben sich die monatlich zusätzlichen Trainingseinheiten der ELW-Gruppe bezahlt gemacht. Die Wahrnehmung der Aufgaben der IuK nach FwDV 100 sowie die Gesamtdokumentation der Einsatzabläufe funktionierten reibungslos. Zu diesem Themenkomplex sei abschließend bemerkt, dass sich der Löschzug exakt 5.918 Minuten im Einsatzgeschehen befand.

 

Ebenfalls der forcierten zuginternen Ausbildung ist es zuzurechnen, dass es bei der fast schon professionellen Gesamtabwicklung aller Einsätze zu keinerlei Problemen gekommen ist. Die Talsohle scheint endgültig überwunden und letzte Defizite beseitigt zu sein. Dies beweisen u.a. auch die mit Erfolg besuchten Lehrgänge und Seminare auf Stadt-, Kreis- und Landesebene, bei denen die Angehörigen des Löschzuges Lank-Latum immer in der Spitzengruppe anzutreffen sind.

Der Personalstand ist bis auf den Übertritt des UBM Uwe Metzmacher in die Ehrenabteilung konstant geblieben. Ihm wird im Jahre 2006 HBM Armin von Kalkstein ebenfalls mit Erreichen der Altersgrenze folgen, der über Jahrzehnte hinweg die Funktion des Feuerwehrarztes ausübte, dessen Verdienste um die Feuerwehr und in besonderem Maße um den Löschzug Lank-Latum, auch wenn dies oftmals wenig Außenwirkung zeigte, nicht hoch genug angerechnet werden können, und der sich vor allen Dingen auf der anderen Seite nicht hinter seiner akademischen Funktion versteckte, sondern bei Einsätzen und Übungen immer in vorderster Front, eben da, wo es stank und knallte, zu finden war. Er war sich für nichts zu schade und Feind jeglichen Personenkultes. Numerischer Ersatz für beide steht allerdings schon in den Startblöcken. Mit Guido-Michael Krienen und Fabian Förster stoßen neue Kräfte aus der Jugendfeuerwehr zur Truppe, deren Entwicklung zunächst abzuwarten bleibt.

 

Selbstverständlich durfte bei aller Mühe und Plackerei der kameradschaftliche Teil nicht zu kurz kommen. Bereits im Rückblick auf das Jahr 2005 hatte ich berichtet, dass Jedermann ein Anrecht auf Entspannung und Balsam für die Seele hat, der sich rund um die Uhr ohne Rücksicht auf Gesundheit und Leben für die Allgemeinheit einsetzt. Diese These bzw. dieser Anspruch haben an Aktualität nichts eingebüßt. So geschehen dann im August am Latumer See im Herzen unserer Heimat, den man kurzerhand in "Laguna Beach" umgestaltet hatte. Beachvolleyball, Kanu- und Schlauchbootrennen, Freistil-Staffeln, Bungee-Springen, Italian-Buffet, Tapas, Hoola-Girls und was sonst noch so in einer lauen Sommernacht dazugehört, ließen den stressigen (Feuerwehr)Alltag schnell vergessen machen. Eine Wohltat für Physis und Psyche.

Soweit das vergangene Jahr im Zeitraffer ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Bleibt mir abschließend lediglich nur noch, mich bei allen von Herzen zu bedanken, die im Jahre 2006 wiederum im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf so viele Annehmlichkeiten des Lebens verzichtet haben, und festzustellen, dass wir mittlerweile wieder bestens aufgestellt sind und in eine gesicherte Zukunft blicken. Ich bin sicher oder hoffe zumindest, dass sich daran nichts ändern wird.

gekürzte Version des Jahresberichts 2006 - im Original von Georg Ernst Berrisch

 

Folgende Beförderungen wurden während der Jahreshauptversammlung vorgenommen:

  • Zum Feuerwehrmann: Tobias Wimmers ,Felix Richter
  • Zum Oberfeuerwehrmann: Tim Rohrbach,Sascha Scholz; Ingo Spennes,Stefan Günther,Patrick Schlegel
  • Zum Unterbrandmeister Tobias Fells,Thorsten Ryssy