Neubau 2008

Baugenehmigung

Meerbusch, 09. Oktober 2007- Beschluss über Neubau des Bösinghovener Gerätehauses zugestimmt

Am 09. Oktober 2007 erteilte der Bauausschuss der Stadt Meerbusch die Genehmigung zum Bau des neuen Feuerwehr Gerätehauses in Ossum-Bösinghoven. Eine Entscheidung, die gerade - aber nicht zuletzt - von den Mannen um Werner Affeldt und Christian Morsek seit langer Zeit sehnsüchtig erwartet wurde. Viele Stunden hatten die Mitglieder der Löschgruppe Ossum-Bösinghoven im Vorfeld bereits in ihrer Freizeit, federführend vertreten durch ihre Gruppenführung, die städtischen Planer unterstützt und so letztendlich die Chance genutzt, die Planungen ihres neuen "zweiten Zuhauses" nach ihren Wünschen und Bedürfnissen mit zu gestalten.

 

Der folgende Text soll allen Mitgliedern der Feuerwehr Meerbusch und interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine Übersicht über die Planungen zum Neubau vermitteln. Grundlage hierfür ist der Erläuterungsbericht des Servicebereichs Immobilien - Technisches Dezernat der Stadt Meerbusch - verfasst durch Herrn Dipl.-Ing. Klein.

 

Rahmenbedingungen der Planungen

Laut Brandschutzbedarfsplan (HAFA vom 14.9.06 Top 1) ist für die Löschgruppe in Ossum-Bösinghoven im Jahr 2007 ein neues Löschgruppenfahrzeug zu beschaffen, für welches ein entsprechendes Gebäude vorgehalten werden muss. Da ein alternativer Standort nicht gefunden wurde, muss an dem jetzigen Standort (Bösinghovener Str. 55) festgehalten werden. Die derzeitige Fahrzeughalle befindet sich zwischen einem Privathaus und dem städtischem Eigentum der ehemaligen Schule, welche dem TUS Bösinghoven durch Nutzungs- u. Betriebsträgervertrag überlassen wurde. Nur ein Aufenthaltsraum in diesem Gebäude wird von der Feuerwehr genutzt. Ein ebenfalls noch an der alten Schule befindlicher Anbau wird vom KIGA 71 e.V. als Kindergarten genutzt.

Für das Bauvorhaben muss zunächst die bestehende Fahrzeughalle abgerissen und anschließend wieder neu aufgebaut werden.

Aufgrund der geringen Breite zwischen dem Bestand ist nur der Bau einer Unterbringung eines Löschgruppenfahrzeugs nach DIN 14092.1.2001-10 (Größe 2) und eines normalen PKW Stellplatzes möglich.

Da im Alarmfall der Zugang zu den Umkleiden getrennt von den Ausfahrttoren erfolgen muss, ist der Zugang und die Mitnutzung der alten Schule unverzichtbar. So wird ein derzeitiger Abstellraum aufwändig entkernt, Umkleide und Toilettenräume neu errichtet. Da der Bestand mit vielen Leitungen bestückt und nicht unterkellert ist, ist der Installationsaufwand recht hoch. Ein Besprechungsraum sowie ein Lagerraum sind als erweiterter Neubau hinter der Fahrzeughalle als Grenzbebauung zum Privathaus geplant.

 

Einschränkungen bei der Planungen

Der Flächenbedarf ist gemäß DIN 14092-1 mit folgenden Einschränkungen berücksichtigt:

  • Eine evtl. Erweiterung (DIN 14092-1(3) für ein 2. Feuerwehrfahrzeug ist hier nicht möglich.
  • Schwarz-Weiß-Zonen im Sanitärbereich sind auf Grund der gegebenen Gebäudesituation nicht planbar, werden von einer Freiwilligen Feuerwehr aber auch nicht gefordert.

 

Zeitplanung

Folgender Zeitplan ist zum heutigen Zeitpunkt anvisiert:

  • In Kürze wird der Bauantrag gestellt und die Ausschreibungen werden veröffentlicht. Die Ausschreibung der Bauleistungen ist getrennt nach Gewerken gemäß VOB/A vorgesehen. Dabei wird weitestgehend die Vergabeart der öffentlichen Ausschreibung gewählt.
  • Es wird damit gerechnet, dass mit den Bauarbeiten noch in diesem Jahr begonnen werden kann.
  • Die geplante Bauzeit beträgt ca. acht Monate.

Kosten

Für die Baumaßnahme sind Kosten in Höhe von rund 310.000,- € veranschlagt. Dieser Betrag ist aus vorhandenen Restmitteln des Jahres 2006 und einem Ansatz im Haushaltsplan 2007 bereitgestellt.

 

Feuerwehrdienst während der Bauzeit

Während der Bauzeit ziehen die Uniformen der Löschgruppenmitglieder und das LF8 in eine nahe gelegene Großraumgarage auf der Bösinghovener Str. um. Diese wird den Männern von einem Freund der Einheit für die Bauzeit zur Nutzung überlassen.

Auch wenn die Feuerwehr sehr dankbar für diese Interimslösung ist, freut sie sich schon auf den erneuten Umzug in den zeitgerechten Neubau an gewohnter Stelle.

 

Berechnung der Nutzfläche nach DIN 283
Erdgeschoss
Fahrzeughalle (8,975 x 9,16 + 0,975 x 6,24)
88,30 m²
Aufenthalt (6,24 x 6,555)
40,90 m²
Lager (2,76 x 7,465)
20,60 m²
Erdgeschoss gesamt
149,80 m²
Brutto - Geschossfläche
Fahrzeughalle u. hinterer Anbau (9,47 x 17,46)
165,34 m²

 

Stand der Fahrzeugplanung:

Zurzeit findet eine Abstimmung der Anforderungen und Ausstattungswünsche zwischen der Wehrführung und der Bösinghovener Gruppenführung statt. Danach erfolgt die Ausschreibung des Fahrzeugs. Die momentanen Planungen sehen vor, dass sich das Fahrzeug an dem Nierster Modell orientiert. Auf eine TS 8 wird allerdings in Bösinghoven, zu Gunsten einiger anderer Änderungen, verzichtet.

Alle Beteiligten sind sehr darum bemüht, dass mit der Einweihung des neuen Gerätehauses im Jahr 2008 auch die Fahrzeugschlüssel für das neue LF 10/6 an Werner Affeldt und Christian Morsek überreicht werden können.