2007

Brandschutzerziehung/Brandschutzaufklärung Aktivitäten 2007

Brandschutzerziehung
Strümp, 14. Juni 2007- Städt. Meerbusch Gymnasium
Als am Donnerstagmorgen um 11:15 Uhr im Städtischen Meerbusch Gymnasium in Strümp ein heulender Ton im gesamten Schulgebäude den Unterricht unterbrach war allen klar, das ist kein Pausengong, hier stimmt was nicht. Für alle Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal hieß es sofort alles stehen und liegen zu lassen und sich zügig und geordnet ins Freie zu begeben. Wenige Minuten nach dem Alarm fuhren die ersten Fahrzeuge der Johanniter-Unfall-Hilfe und des Löschzuges Strümp auf den Schulhof und die Einsatzkräfte erkundeten die Lage. Allerdings suchten die Helfer in diesem Fall nicht das Feuer. Vielmehr prüften ihre Blicke das Verhalten aller Beteiligten und den Ablauf der Räumung. Der Alarm war nämlich ein unangekündigter Probealarm für die Schule, bei dem die Feuerwehr als Beobachter agierte. Diesen Umstand lobte der Schulleiter, Ulrich Keusen, in der anschließenden Nachbesprechung besonders. Die Schulleitung und die Feuerwehr haben es in den letzten fünf Jahren gemeinsam geschafft eine erfolgreiche Zusammenarbeit beim Thema der Brandschutzaufklärung und der Brandschutzerziehung aufzubauen und das Bewusstsein für dieses wichtige Thema bei allen Beteiligten zu fördern. Besonders wichtig ist der Feuerwehr dabei, dass die Schülerinnen und Schüler wissen, wie sie sich bei einem Unglück richtig zu verhalten haben, also beispielsweise einen richtigen Notruf abzusetzen oder Maßnahmen der Ersten Hilfe durchzuführen.
„Unseren Schülerinnen und Schüler ist die notwendige Ernsthaftigkeit dieser Übungen bewusst“, so Ulrich Keusen. In seinen fünf Jahren als Schulleiter am SMG hat es nur einen mutwilligen Fehlalarm gegeben, resümiert er zufrieden. Aber nicht nur für neue Schüler ist das Miterleben eines solchen Übungsablaufs sehr wichtig. Auch beim Lehrpersonal und den anderen Schülerinnen und Schülern wird die Erinnerung an das richtige Verhalten im Ernstfall so immer wieder aufgefrischt. Für Unterbrandmeister Norbert Kaufmann, der die Übungen im Vorfeld vorbereitet hatte, gab es somit auch wenig Anlass zur Beanstandung. „Es wurden nicht alle Flügeltüren der Fluchtwege geöffnet und einige Klassen blieben unmittelbar vor dem Haupeingang stehen. Im Ernstfall ist aber genau das die Aufstellfläche für die Feuerwehr.“ Punkte, die im Nachgang bei einer Lehrerkonferenz besprochen werden und auf die die Feuerwehr bei der nächsten Übung ihr Augenmerk richten wird.
Allen Beteiligten ist aber bewusst, dass jede Übung immer wieder eine Verbesserung im Ablauf bringt. In einem Punkt waren sich Schulleitung und Feuerwehr aber einig: Diese Übung hat bewiesen, dass rund 1.000 Beteiligte innerhalb von nur vier Minuten zügig und geordnet das Schulgebäude verlassen konnten. Eine Zeit, die dem Städtischen Meerbusch Gymnasium eine Spitzenposition unter Meerbuschs Schulen auf diesem Gebiet einbringt.

Der letzte ernsthafte Einsatz der Feuerwehr Meerbusch im SMG liegt schon einige Zeit zurück. Im Januar 2003 brannte es nachmittags im Fotolabor. Da der Brand frühzeitig erkannt wurde und die richtigen Maßnahmen seitens der Schule eingeleitet wurden, hielt sich der Schaden in Grenzen. Personen wurden zum Glück nicht verletzt. Sicherlich auch ein Ergebnis der Brandschutzaufklärung im Vorfeld.

Zum rechtlichen Hintergrund:
Es gibt einen ministeriellen Runderlass für die Schulen (aus dem Jahr 2000) aus dem hervorgeht, dass mindestens zweimal im Jahr eine Alarmprobe durchzuführen ist. Die erste Alarmprobe soll acht Wochen nach Beginn eines Schuljahres stattfinden und angekündigt sein, die zweite Alarmprobe soll ohne Ankündigung (im SMG kurz vor den Sommerferien) stattfinden.

 

 

Osterath, 26./27./28. Februar 2007
Der Städtische Kindergarten Rasselbande vom Uerdinger Gerichtsweg besuchte den Löschzug Osterath und hat dort eine, durch Thomas Jung geleitete, Brandschutzerziehung mitgemacht. Insgesamt wurden 39 Kinder mit sechs Erzieherinnen mit der Brand und Löschlehre vertraut gemacht. Alle Kinder hatten nach getaner Arbeit einen Riesenspaß, als es zum Abschluss hieß: Aufsitzen! Und es wurde eine Hoffahrt mit dem Feuerwehrauto gemacht.